Nachdem mich meine Gastmutter von Washington DC abgeholt hatte, und mich zur Virginia Tech Universität im Süden Virginias gefahren hat, habe ich dort ein Wochenende auf der Theater Conference von Virginia verbracht. Wir waren Schüler vom ganzen Staat, die alle im Theater sind. Unsere Schule hat dort ein letztes Mal "Urinetown the Musical" aufgeführt und ich hatte sehr viel Spaß. Außerdem habe ich auch einige Schauspiele und zwei Musicals gesehen.
Das Wetter im Februar hat sich überhaupt nicht wie Winter angefühlt, eher wie Frühling oder sogar Sommer. Wir hatten einige Tage bis zu 30 Grad Celsius und ich konnte mit kurzen Hosen draußen sein. An einem der warmen Tage bin ich zum Strand gefahren. Das Wasser war zwar noch zu kalt zum baden gehen, aber meine Füße habe ich ins Wasser gehalten.
Am Ende des Monats hatte ich meine Audition für unser Frühlingsmusical "James and the Giant Peach". Ich habe eine kleine Rolle im Ensemble bekommen, bin aber auch noch Head of Publicity (ich kümmere mich also um die Programme, Poster und Werbung) und arbeite an Requisiten.
Am 14. Februar war Valentinstag, was in den USA sehr groß gefeiert wird. Überall bekommt man Süßigkeiten und die Läden sind voll mit Dekorationen für den Feiertag.
Mein Auslandstagebuch/ Auslandsblog über mein Auslandsjahr in die USA 2016/17. Ich heiße Moritz, bin bei YFU und werde das Jahr in Virginia Beach verbringen. Ermöglicht wird mir das durch das PPP-Stipendium des Bundestags.
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Dienstag, 21. März 2017
Dienstag, 1. November 2016
Urinetown- The Musical
Anfang September fanden die Auditions für das Musical Urinetown statt, das vom 27.10-30.10. an meiner High School aufgeführt wurde. Da ich die Chance nutzen wollte, ein Theater in der Schule zu haben und weil ich etwas ganz Neues aufprobieren wollte, hab ich mich dafür eingeschrieben. Die Auditions fanden an zwei Tagen statt. Am ersten Tag mussten wir in Vierergruppen jeder einzeln Vorsingen und dann gemeinsam eine Szene aus dem Musical vorlesen. Am zweiten Tag fanden sich alle zusammen, die sich eingeschrieben hatten, um ein Lied aus dem Skript mehrstimmig zu singen. Danach lernten wir einen Tanz und am Tag darauf erfuhren wir, ob wir eine Rolle hatten.
Meine Rolle war Mr. McQueen und ich wusste überhaupt nichts über das Musical, aber erst einmal war ich froh, überhaupt eine Rolle bekommen zu haben.
Handlung: Urinetown spielt in naher Zukunft. Nach einer Umweltkatastrophe gibt es nicht mehr genug Wasser auf der Erde, sodass private Toiletten illegal sind. Stattdessen muss man viel bezahlen, um auf die öffentlichen Toiletten zu gehen, die von einer großen Firma geleitet werden. Wer nicht bezahlen kann, oder sich weigert, die öffentlichen Toiletten zu benutzen, wird nach Urinetown geschickt, einen mythischen Ort.
Während die meisten Leute von Tag zu Tag auf der Straße leben, nur um für die Toiletten bezahlen zu können, haben die Reichen immer mehr Macht. Die Tochter des Boss, Hope kommt von einer der teuersten Universitäten der Welt nach Hause, um in der Firma ihres Vaters, zu arbeiten. Sie verliebt sich in Bobby Strong, dessen Vater nach Urinetown gebracht wurde und rät ihm, seinem Herz zu folgen. Er startet eine Revolution gegen die Firma und die Reichen, Hope wird als Geisel genommen und im Laufe des Musicals wird klar, was Urinetown wirklich ist.
Das Musical ist eine Satire von anderen Musicals, wie Les Miserables, West Side Story und Fidler on the Roof. Es ist wirklich lustig und obwohl es einen komischen Titel hat, sollte man sich das Stück wirklich angucken. Mein Charakter ist der schleimige Assistent des großen Boss, der Hope nicht ernst nimmt und nur an sich und Geld denkt. Außerdem habe ich in einer Szene einen der Armen gespielt, denn wir brauchten mehr Arme.
Wir waren 17 Schauspieler und hatten jeden Tag nach der Schule Proben, auch am Samstag. Am Anfang haben wir nur die Songs gelernt, danach die Tänze und schließlich alles zusammen mit schauspielern. Neben den Schauspielern gab es auch noch andere Bereiche, die von Schülern geleitet wurden, zum Beispiel Kostüme, Requisiten, Makeup, Licht, Sound, Set Design und Stage Management. Es war sehr interessant zu sehen, wie die Show immer professioneller wurde.
Am 27. Oktober fand dann die Premiere statt, ich war ein bisschen aufgeregt, doch es lief alles sehr gut und das Publikum war sehr begeistert. Die nächsten drei Tage hatte ich weitere Aufführungen und es lief ebenfalls sehr gut. Meiner Gastfamilie, Alina, meinem Area Rep und meinen Freunden hat es sehr gut gefallen und ich war sehr froh, dass alles so gut gelaufen ist.
In den zwei Monaten habe ich sehr viel übers Schauspielern gelernt und hatte eine Menge Spaß. Ich habe neue Leute kennengelernt und ein neues Hobby entdeckt. Mit dem Cast und Crew war ich am Wochenende auf einer Halloweenparty und mit einigen habe ich auch Klassen zusammen. Insgesamt war es eine prägende Erfahrung.
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