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Sonntag, 2. Oktober 2016

First Colonial High School

Seit etwa einem Monat fahre ich jeden Morgen mit dem typisch amerikanisch gelben Schulbus zu meiner High School. Um 6:00 Uhr stehe ich auf, und um 7:20 Uhr beginnt die Schule. Jede Schulstunde dauert 90 Minuten und dazwischen sind 5 minütige Pausen, in denen man den Raum wechseln muss. Meine Schule hat nur ein Stockwerk, weshalb es nicht ganz so schwer ist sich zurechtzufinden.



Meine Lieblingsfächer hier sind Performance Theater, Englisch und US Government. Insgesamt habe ich 8 Fächer, darüber habe ich im vorletzten Post schon geschrieben. Jede Schulstunde ist mit unterschiedlichen Schülern, teilweise auch aus verschiedenen Klassenstufen. Jede Klassenstufe hat ihren eigenen Namen: die 9. Klässler heißen Frechman, 10. Klässler Sophomore, 11. Klässler Junior und 12. Klässler Senior.

Theater


Aus manchen Filmen kennt man ja die Schließfächer in den Gängen, meine High School hat das auch, aber niemand nutzt sie. Außerdem haben wir eine große Cafeteria, ein Baseball- und ein Footballplatz, Tennisplätze und ein Theater, sowie eine Sporthalle. Manche Fächer werden in "Portables" unterrichtet, das sind Container außerhalb des Schulgebäudes.

Jeder Klassenraum hat eine Klimaanlage, die meistens viel zu kalt eingestellt ist. Zudem hängen in jedem Raum eine Nationalflagge, zu der am Morgen die Pledge of Allegiance, der Treueschwur, gesprochen wird. Ich verstehe fast alles in der Schule, wenn ich etwas nicht gleich verstehe, kann ich nachfragen, die Lehrer sind alle freundlich.



Außerdem war ich bei den Auditions für das Musical "Urinetown", was Ende Oktober in unserer Schule aufgeführt wird. Da die Try-Outs für die Sportarten alle schon bevor ich in den USA ankam, stattfanden, dachte ich mir, warum nicht etwas völlig Neues ausprobieren? Meine Rolle ist recht wichtig, aber keine Hauptrolle, die Auditions für die wichtigsten Rollen fanden schon im letzten Schuljahr statt. Wir haben fast jeden Tag nach der Schule mehrere Stunden Proben. Ich habe echt viel Spaß mit den anderen Schülern und ich bin schon ein bisschen gespannt, wie die Aufführungen in ein paar Wochen werden.

Donnerstag, 22. September 2016

Beach Life

 
Seit 4 Wochen lebe ich nun schon in Virginia Beach. Die Stadt ist nicht mit anderen Großstädten der USA zu vergleichen, denn außer dem Town Center, mit ein paar großen Gebäuden, und den Hotels an der Strandpromenade ist hier alles eher durch Einfamilienhaussiedlungen, den sogenannten neighborhoods geprägt. Die öffentlichen Schulen in Virginia Beach haben zugeteilte neighborhoods, aus denen die Schüler kommen. Daneben haben manche Schulen eine Akademie für ein besonderes Fach, meine Schule hat zum Beispiel die Akademie für Recht und Gesetze.
Durch diese Reglung wohnen viele meine Freunde von der Schule in meiner Nähe. Über meinen Schulalltag werde ich in der nächsten Woche schreiben.

Mindestens einmal in der Woche hört und sieht man Kampfflugzeuge über die Stadt fliegen. Dies liegt daran, dass die Gegend viel Militär hat, wie zum Beispiel das NATO Hauptquartier in Norfolk oder eine Air Base in Virginia Beach. Letzte Wochen waren wir bei einer Air Show.
Air Show
Neben den Flugshows von verschiedenen Kampfflugzeugen und Fallschirmspringern konnte man auch verschiedene Flugzeuge und Militärmaschinen besichtigen. Das Maschinengewehr auf dem Bild war natürlich nicht geladen, es war gleichzeitig cool, einmal für ein Foto hinter einem zu sitzen, doch gleichzeitig hatte man ein ungutes Gefühl, wenn man kleine Kinder gesehen hat, die für ein Foto vor einem Gewehr posieren.


Meine Gastfamilie und vor allem mein Gastvater sind große Football- und Baseballfans. Fast jeden Freitag gehen wir zu einem Schulspiel und langsam verstehe ich die Footballregeln. Manchmal gucken wir auch Spiele im Fernsehen.
Sunset beim Footballspiel
Wenn wir am Wochenende Zeit haben und das Wetter mitspielt, gehen wir oft an den Strand. Das Wasser ist im September noch angenehm warm und die Wellen teilweise richtig hoch. Insgesamt gefällt es mir hier sehr gut.

Freitag, 2. September 2016

Virginia is for Lovers

Jetzt bin ich schon eine Woche in den USA und ich habe schon so viel gemacht. Da die Schule in Virginia Beach erst in ein paar Tagen beginnt, hatte ich hier noch Ferien. Bei 30 Grad Celsius fühlt sich das auch wie Sommer an.

Frankfurt
 
Nachdem ich mich von meiner Familie verabschiedet und nach Frankfurt geflogen bin, habe ich am Flughafen einige Freunde von den VBTs getroffen. Viele sind über Chicago geflogen, ich jedoch über New York City. Nach achteinhalb Stunden Flugzeit war ich echt ein bisschen müde, doch dann hatte ich einen tollen Ausblick auf die Skyline von New York City. Das Flugzeug war riesig und ich hatte Glück, einen Fensterplatz bekommen zu haben.
Im Flughafen musste ich dann mein Gepäck neu aufgeben, durch die Zollkontrolle und zum nächsten Gate. Mein letzter Flug nach Norfolk ging dann recht schnell und um 19:00 landete ich endlich.

Norfolk
Am Flughafen erwartete mich dann meine Gastfamilie mit zwei großen Willkommensplakaten. An dem Abend waren wir noch bei 5Guys Burger essen und dann sind wir nach Hause gefahren. Die Wohngegend ist wie ganz Virginia Beach sehr grün und die Häuser alle größer als in Deutschland.


Die nächsten Tage waren sehr abwechslungsreich, ich habe die Strandpromenade gesehen und war im öffentlichen Pool. Mit meiner Gastfamilie verstehe ich mich wirklich gut, besonders mit meinen Gastgeschwistern verstehe ich mich super. Am Samstag waren wir am Strand, der ziemlich voll war. Kein Wunder bei den tollen Wellen und dem relativ warmen Wasser. Ich habe einige Surfer gesehen.

 
Am Sonntag und Montag waren wir in den Blue Ridge Mountains, also im Landesinneren von Virginia, wo ich die Familie meines Gastvaters kennenlernen durfte. Die zwei Tage waren richtig schön, denn es war nicht ganz so warm wie an der Küste und die Berge sind von weitem betrachtet echt blau. Am Montag habe ich ein Museum über die ersten Siedler der USA besucht. Auf einem relativ großen Gelände wurden dort originalgetreue Häuser aus Westafrika, England, Irland und Deutschland aus der Zeit aufgebaut. Natürlich war das deutsche Haus ein Fachwerkhaus. Das Museum war sehr interessant.
 
Blue Ridge Mountains

 
Die restlichen Tage waren genauso aufregend, ich habe Alina bei einem Volleyballspiel unserer Schulen getroffen, war in einem großen Wasserpark in Virginia Beach und habe meine Schule besichtigt. Inzwischen habe ich auch meine Schulfächer gewählt. Ich habe acht Fächer jeweils vier an einem Tag. A und B-Tage wechseln sich immer ab und eine Stunde dauert 90 Minuten.
 
A-Tag:
 
Math Analysis
US & Virginia History
Oceanography
US & Virginia Government
 
B-Tag:
 
French 4
Virtual Enterprises
Theater
English
 
Die Lehrer scheinen alle recht nett zu sein und ich bin sehr gespannt auf meinen ersten Schultag. Gestern war ich bei einem Footballspiel von meiner Schule gegen die Schule meines Gastbruders. Er spielt dort in der marching band. Wir haben zwei 07:28 verloren, trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht.
 
 
 


Sonntag, 14. August 2016

Abschiedsfeier



Am 12.08. hatte ich meine Abschiedsfeier mit meinen besten Freunden. Die Feier war wirklich perfekt und mir war wichtig, dass ich nochmal die wichtigsten Leute sehe, bevor ich in die USA fliege. Insgesamt habe ich 11 Leute eingeladen, zwei Kumpels konnten leider nicht kommen. Die Feier fand bei mir zu Hause am Abend statt, am Tag hatte ich alles vorbereitet.
Ich habe den Tisch in den Farben der US-Flagge dekoriert, also mit Ballons, farbigen Sternen, Windlichten und noch einem kleinen Globus, die Deko habe ich in 1€-Läden gekauft. Dort habe ich auch typisch amerikanisch rote Plastikbecher bekommen, die man aus den Filmen kennt.


Wir haben Burger gegessen, dazu gab es Pommes und Kartoffelecken. Die Burger konnte sich jeder selber belegen. Danach haben wir über dem noch warmen Grill Marshmallows gemacht. Außerdem gab es Wassermelone und Cookies, wir waren echt richtig satt danach. Zu trinken hatte ich Cola, Arizona und selbst gemachten Eistee vorbereitet.





Nach dem Essen hatte ich eine Überraschung vorbereitet: Für jeden meiner Gäste habe ich einen Abschiedsbrief geschrieben, ähnlich den Einträgen im Abschiedsbuch, dass ich dann im Flieger lesen werde. Alle haben sich darüber gefreut, doch irgendwie war es auch traurig, dass ich sie 10 Monate nicht sehen werde. Anschließend habe ich noch einige Abschiedsgeschenke bekommen, darunter auch einen Playboy für den Flug und Plüschhandschellen. Da kann das Jahr doch nur gut werden. :D
Am Ende haben wir noch ein bisschen gezockt und Bierpong gespielt. Mein Abschiedsbuch hatte ich auch da, sodass einige noch etwas reinschreiben konnten. Insgesamt war es ein unvergesslicher Abend, an den ich mich gerne erinnern werde. Danke dafür! 





Mittwoch, 10. August 2016

Austauschschüler-Pullover


Es gibt einige Whatsappgruppen von Austauschschülern und über eine von diesen habe ich von den Austauschschüler-Pullovern erfahren. Ich fand die Idee ziemlich cool und habe mich dann einer Gruppenbestellung angeschlossen. Der Pullover ist von "Spreadshirt", einer Firma aus Leipzig, bei der man T-Shirts und auch Pullis bedrucken lassen kann.


Jeder konnte seinen Pullover relativ individuell gestallten, sich die Farbe und die Schriftart aussuchen und was auf dem Arm stehen soll. Die Sweatshirts wurden dann von jemandem als Gruppenbestellung empfangen und danach zu jedem einzelnen geschickt.

 
Mein Pullover ist hellgrau mit der Schriftart "Princetown" in schwarz. Vorne ist eine Welkarte zu sehen, worüber "exchange student 2016/17" steht. Auf dem rechten Ärmel kann man den Schriftzug #teamusa lesen. Auf der Rückseite steht unter meinem Namen das diesjährige deutschlandweite Motto von Austauschschülern: "Agents of exchange-make the mission posiible", angelehnt an mission impossible. 

Er ist echt mein Lieblingspullover geworden, denn der Stoff ist richtig bequem und der Schnitt auch echt gut. Bald fang ich mit Packen an und dieser Pullover kommt auf jeden Fall mit in die USA. Vielen Dank hier nochmal an die beiden, die das organisiert haben. 

Donnerstag, 21. Juli 2016

Welche Organisation?

Es gibt sehr viele Austauschorganisationen, die ein Auslandsjahr planen und sich um die Austauschschüler kümmern. In diesem Post werde ich verschiedene Organisationen vorstellen und auch Vor- und Nachteile nennen, denn jede Organisation ist anders und legt auf andere Aspekte wert. Viele Informationen findet man auch auf https://www.schueleraustausch.net.

Zunächst möchte ich die 5 Austauschorganisationen vorstellen, die das PPP-Stipendium unterstützen, jedoch auch Regelprogramme anbieten.

YFU: Youth for Understanding ist ein gemeinnütziger Verein, der den Schüleraustausch als interkulturellen Austausch versteht und Völkerverständigung als Ziel hat. Die Mitarbeiter sind meist ehrenamtlich engagierte ehemalige Austauschschüler. YFU bietet vor jedem Auslandsjahr eine einwöchige Vorbereitungstagung an. Da die Gastfamilien kein Geld für das Aufnehmen eines Gastschülers bekommen, dauert es teilweise etwas länger, bis eine geeignete Gastfamilie gefunden ist. Man kann sich die Region nicht aussuchen. http://www.yfu.de/home

AFS: Diese Austauschorganisation ist ebenfalls ein gemeinnütziger Verein, der Auslandsaufenthalte in viele verschiedene Länder anbietet. Als Vorbereitung wird man zu zwei oder drei Wochenendseminaren eingeladen. Daneben gibt es, wie auch bei Den anderen Organisationen verschiedene Stipendienmöglichkeiten. Viele Mitarbeiter sind auch ehemalige Austauschschüler. https://www.afs.de

Experiment e.V.: Dieser weitere gemeinnützige Verein hat seinen Hauptsitz in Bonn und bietet nicht ganz so viele Länder an. Das Verein hat 80 Jahre Erfahrung mit dem Schüleraustausch und organisiert auch andere Austauschprogramme. Gegen einen Aufpreis kann man beim Regelprogramm in manchen Ländern die Region wählen, in der man platziert wird oder auch eine zusätzliche Vorbereitungswoche, beispielsweise in New York City. http://www.experiment-ev.de

GIVE: Diese Organisation hat sich auf die englischsprachigen Länder USA, Kanada, England, Australien und Neuseeland spezialisiert und ist an interkulturellen Austausch interessiert. Neben einem Vorbereitungsnachmittag für die Eltern und einem Wochenendseminar kann man auch die  Region wählen, in der man platziert wird, jedoch zu einem Aufpreis. Als Stipendiat vom PPP geht das nicht, nur wenn man schon eine Gastfamilie vorweisen kann.  http://www.give-highschool.de

PI: Partnership International e.V. hat sich ebenfalls auf einige wenige Länder spezialisiert und fördert mit dem Austausch Völkerverständigung und Toleranz. Die Programmteilnehmer haben ein dreitägiges Vorbereitungsseminar, außerdem kann man beim Regelprogramm mit einem Aufpreis ein viertägiges Seminar in Washington D.C. dazubuchen. Dazu kann man auch einen Staatenwunschäußern, was jedoch ebenfalls extra kostet. http://www.partnership.de/home.html

Alle PPP-Stipendiaten haben zudem noch eine einwöchige Vorbereitungstagung, die vom Bundestag finanziert und von der Austauschorganisation organisiert wird.

Daneben gibt es noch viele andere Austauschorganisationen, die ich hier nur kurz aufführen möchte:

...

Sonntag, 17. Juli 2016

Warum Auslandsjahr?

Seit der 1. Klasse hatte ich in der Schule Französischunterricht und ab der 3. Klasse dann auch Englisch. Sprachen lernen fällt mir dementsprechend gar nicht so schwer, sodass ich schon früh darüber nachgedacht habe, ein Auslandsjahr zu machen, um die Sprache noch sicherer zu lernen.
Zunächst wollte ich ein halbes Jahr in Frankreich verbringen, doch als ich vom PPP-Stipendium erfahren habe, fand ich die USA doch interessanter.

In der Schule lernt man schon einiges über das Land, doch ich wollte es näher kennenlernen und vor allem die Kultur erleben. Viele denken, ein Auslandsjahr in den Vereinigten Staaten sei langweilig, weil man dort nicht viel Neues kennenlernt, doch ich denke, dass das Bild von den USA durch die Medien, durch Nachrichten und Filme stark beeinflusst wird, sodass viele denken, das Land bestünde nur aus Großstädten mit Wolkenkratzern und Burgerläden. Durch das Stipendium kann ich ein ganzes Jahr die Menschen und die Kultur erleben und mir ein eigenes Bild machen.

Ein Auslandsjahr bietet mir die Möglichkeit, viele neue Erfahrungen zu sammeln, die ich sonst nicht hätte, ich denke dass ich dadurch selbstständiger werde und auch viele neue Kontakte knüpfen kann. Als ich mich für das Stipendium 2015/16 beworben habe, stand für mich noch die Sprache im Vordergrund, doch dieses Jahr wollte ich eher wegen der Herausforderung und den einmaligen Erlebnissen in die USA.

Ein Highlight wird auf jeden Fall der Präsidentschaftswahlkampf sein. Doch auch die Senats- und Repräsentantenhauswahlen finden in der Zeit statt, in der ich in Virginia bin. Vielleicht werde ich auch Washington D.C. besuchen, was nicht sehr weit weg liegt.

Jedoch gibt es auch viele Austauschschüler, die zum Beispiel nach Skandinavien, Südamerika oder Asien gehen und ich glaube jedes Auslandsjahr für sich wird einzigartig und individuell unvergesslich. Wir werden alle viel erleben und es wird nicht immer nur so laufen, wie man sich das Jahr vorgestellt hat, doch nach dem Auslandsjahr haben wir alle etwas erlebt, das prägend ist.

Mittwoch, 6. Juli 2016

50 Tage

Langsam rückt mein Auslandsjahr näher und ich denke jeden Tag daran, was mich erwartet. Es ist nicht Aufregung, sondern einfach riesige Vorfreude auf meine Gastfamilie, meine High School und meine Stadt. Die ersten Austauschschüler fliegen schon in 20 Tagen in die USA, aber da bei mir die Schule erst im September beginnt, fliege ich recht spät.

Mit meiner Gastfamilie schreibe ich regelmäßig und sie sind genau so, wie ich mir eine Gastfamilie gewünscht habe. Meine Gastschwester hat jetzt einen Countdown gestartet, der die Tage bis zu meinem Abflug zählt. Mit meiner Gastfamilie skype ich regelmäßig und ansonsten schreiben wir.

Die Ferien nutze ich jetzt noch einmal, um mit meinen Freunden etwas zu machen. Die Schule fängt bei uns schon vor meinem Abflug an, da werde ich meine Klasse auch noch einmal besuchen. Außerdem habe ich mich schon mit einer Freundin von der VBT getroffen und werde mich in den Ferien auch noch mit anderen Leuten von der VBT etwas machen. Viele haben in letzter Zeit ihre Gastfamilie bekommen.

Darunter auch Alina. Mit ihr hatte ich beide Vorbereitungstagungen, sie hat auch das PPP-Stipendium. Wir haben uns richtig gut verstanden und umso mehr hat es uns gefreut, als sie ihre Gastfamilie auch in Virginia Beach bekommen hat. Sie wohnt ca. eine halbe Stunde von mir entfernt und wir gehen auch nicht auf die gleiche Schule, doch trotzdem werden wir uns ab und zu sehen. Vielleicht fliegen wir auch zusammen, aber das steht noch nicht fest. Auf jeden Fall war das ein riesiger Zufall.

Allgemein bin ich der Meinung, dass sich YFU sehr gut um uns Austauschschüler kümmert, sie gut vorbereitet und passende Gastfamilien findet. Bisher sind eigentlich alle, mit denen ich geredet habe, zufrieden.

Hier findet man noch viele Informationen über ein Auslandsjahr, was vor allem für diejenigen interessant sein könnte, die sich nächstes Jahr für ein Auslandsjahr bewerben: www.schueleraustausch.net/laender/usa 

Mittwoch, 22. Juni 2016

Abflugtermin und Visum

Letzte Woche habe ich meinen Abflugtermin bekommen. YFU organisiert vom 26.7. an immer Donnerstag Gruppenflüge von Frankfurt nach Chicago, New York oder Washington D.C.

Ich werde am 25. August mit einigen Freunden von der zweiten VBT fliegen. Meine Eltern werden mich nach Hannover fahren, von wo aus ich erst nach Frankfurt fliege und mich dann dort mit den anderen Austauschschülern treffen werde. Bis dahin sind es aber noch ungefähr zwei Monate, also bleibt mir noch etwas Zeit in Deutschland, bevor ich nach Virginia komme.

Am Montag, den 20.6. hatte ich mein Visumstermin. Für das Auslandsjahr benötige ich das J1 Visum. Dafür musste ich vorher schon im Internet ein Formular ausfüllen und einen Termin mit dem Konsulat ausmachen. Es gibt in Deutschland drei Konsulate: Berlin, Frankfurt und München.

Ich bin nach Berlin gefahren und durfte ins Konsulat nichts mitnehmen, außer meinen Unterlagen. Dort saß ich eine Weile und habe mich mit anderen PPP-Stipendiaten unterhalten. Diese waren jedoch schon erwachsen und hatten sich für das Stipendium für Auszubildende beworben. Nach etwa einer Stunde musste ich meine Fingerabdrücke einscannen lassen und nach einer weiteren Stunde sollte ich dann noch etwas unterschreiben.

Das Visum wird mir zusammen mit meinem Reisepass in wenigen Tagen zugeschickt.

Sonntag, 19. Juni 2016

Klassenfahrt Prag

Am Ende der 10. Klasse macht unsere Schule immer eine Klassenfahrt mit dem ganzen Jahrgang. Dieses Jahr fuhren wir nach Prag. Die Fahrt dauerte 5 Tage und wir haben viel erlebt.

Karlsbücke
Die Stadt ist sehr schön und wir haben viel gesehen, wie die Altstadt, das Schloss und das jüdische Viertel. Daneben waren wir einen Tag in Theresienstadt, haben ein Schwarzlichttheater besucht und hatten eine Flussfahrt auf der Moldau. Das Wetter war eigentlich die ganze Zeit gut, nur bei der Flussfahrt hat es gewittert.


Auf der Moldau
Die nächste Woche ist die letzte Woche mit meiner Klasse und einige werde ich wahrscheinlich sehr lange nicht sehen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ich nach dem Auslandsjahr in einen anderen Jahrgang gehen werde.

Sonntag, 12. Juni 2016

Vorbereitungstagung Berlin

Als PPP-Stipendiat bekam ich dieses Jahr die Möglichkeit, eine zweite, zusätzliche Vorbereitungstagung in Berlin zu erleben. Es ist nicht sicher, inwieweit die nächsten Jahre eine solche Vorbereitungstagung möglich sein wird, doch dieses Jahr hat es geklappt.

Am Samstag, den 21.05.2016, fuhr ich mit dem Zug nach Berlin. Unsere Unterkunft war in der Jugendbildungsstätte Kaubstraße, wo ich von den sechs Teamern empfangen wurde. Ich war einer der ersten, die ankamen und konnte mir dann im Jungszimmer noch ein Bett aussuchen. Es gab nur ein Zimmer für die 7 Jungen, die 23 Mädchen wurden auf kleinere Zimmer verteilt.

Ich kam sehr schnell mit den anderen Stipendiaten ins Gespräch, doch es bildeten sich schnell kleine Gruppen von denjenigen, die sich schon von der ersten VBT kannten. Ich und Alina hatten uns ja erst seit einer Woche nicht gesehen und haben nochmal über die VBT in Mühlhausen geredet, bis die Teamer dann die Vorstellungsrunde begannen.

Unsere Tagung war in drei Teile gegliedert, von Sonntag bis Dienstag ging es um deutsche Geschichte, am Mittwoch sollten wir den Bundestag und Berlin-Mitte besuchen und an den letzten drei Tagen haben wir die US-amerikanische Geschichte behandelt.

Wir haben neben einigen Workshops auch viel von Berlin gesehen, zum Beispiel das jüdische Viertel, ein Stasigefängnis, Neukölln, das Tempelhofer Feld, Checkpoint Charlie, die East Side Gallery und das Reichstagsgebäude.

Neukölln


Wir waren jeden Abend lange auf und haben Spiele gespielt oder Musik gemacht und ich habe wieder viele neue Freunde gefunden. Einige hatten ihre Gastfamilie schon, viele jedoch nicht. Ein Mädchen hat auf der VBT ihre Gastfamilie bekommen, gerade als wir aus dem Reichstagsgebäude rausgegangen sind. Grüße an Vero.

Im Reichstagsgebäude




Die Workshops waren sehr abwechslungsreich, es gab ein Rollenspiel und einen Gottesdienst. Teilweise waren die Tagungsinhalte nicht so einfach, wie bei der ersten VBT. Doch auch den 5 stündigen Vortrag haben wir geschafft und hatten am Ende einen tollen letzten Abend.

Unser letztes Gruppenbild

Am Sonntag, den 29.05.2016 sind wir dann alle wieder nach Hause gefahren. Manche werde ich bei meinem Flug wiedersehen, die anderen erst bei der Nachbereitungstagung.

Sonntag, 5. Juni 2016

Vorbereitungstagung Mühlhausen

Vom 8. Mai bis zum 14. Mai fand meine Vorbereitungstagung in Mühlhausen in Thüringen statt. Vor dem Auslandsjahr nehmen alle YFU Austauschschüler an einer solchen einwöchigen Tagung teil, entweder in Lauenburg bei Hamburg oder in Mühlhausen.
Wir waren 31 Austauschschüler und 9 Teamer, also ehemalige Austauschschüler, die uns betreuten und die Workshops leiteten. Das Gelände in Mühlhausen war richtig perfekt, es gab einen großen Aufenthaltsraum in einer ehemaligen Kirche, mehrere Gebäude mit Schlafräumen, einen Essenssaal, einige kleinere Aufenthaltsräume, in denen die Workshops stattfanden und ein Musikzimmer. Auf dem Gelände, das an der alten Stadtmauer lag, gab es ein Kaninchengehege, zwei Ponys und mehrere Hühner.

Mühlhausen


Mit meiner Mutter bin ich nach Thüringen gefahren und schon auf der Fahrt habe ich mir ganz viele Gedanken gemacht, was ich alles lernen werde und ob die anderen Austauschschüler nett sind. Vorher kannte ich keinen, also war ich echt froh, dass mir die Teamer gleich am Anfang alles gezeigt haben und die anderen Leute alle offen und kontaktfreudig waren. Mit einem Mädchen hatte ich vorher schon geschrieben, weil ich schon wusste, dass ich meine zweite Vorbereitungstagung mit ihr habe. Grüße an Alina.

Ich war mit zwei anderen Jungen auf einem Zimmer und lernte gleich am ersten Tag viele andere Leute kennen. Ich hatte im Laufe der Tagung mit fast allen zu tun und habe wirklich faszinierende und richtig nette Leute kennengelernt. Die meisten werden 2016/17 in den USA ihr Auslandsjahr verbringen, einige aber auch in England, Irland oder Kanada. Jeden Tag gab es verschiedene Workshops, die einen auf verschiedene Situationen im Auslandsjahr vorbereiten sollten. Früh morgens hatte man die Möglichkeit, mit zwei Teamern Frühsport zu machen.

Einen Tag haben wir eine Wasserschlacht gemacht, denn das Wetter war die ganze Zeit sehr warm und sonnig, was auch zur guten Stimmung beigetragen hat.

Nach der Wasserschlacht

Dazu haben wir einmal gegrillt und saßen am Lagerfeuer. Für alle, die ihre Vorbereitungstagung noch vor sich haben: freut euch auf Energizer, Bärchengruppen und ganz viele neue Kontakte.

Der Abschied viel uns dann allen schwerer als gedacht und ich habe danach noch lange über die Woche nachgedacht. Ich freue mich schon, wenn ich alle wieder auf der Nachbereitungstagung sehe.
Eine sehr gute Freundin von der VBT hat auch einen Blog: paulasexchange.blogspot.de

Mittwoch, 18. Mai 2016

Gastfamilie

Ich konnte es erst gar nicht fassen, doch am 12.05. habe ich meine Gastfamilie bekommen. Ich war gerade auf der Vorbereitungstagung (VBT), über die ich später noch schreiben werde, und hatte eigentlich damit gerechnet, dass ich frühestens im Juli meine Gastfamilie bekomme.
Als wir gerade Pause hatten und ich mit einem Kumpel auf unserem Zimmer war, hab ich gesehen, dass mir meine Mutter eine Nachricht geschrieben hatte:

Moritz, du hast eben Post bekommen, ich glaube, es sind deine Gasteltern. Dürfen wir aufmachen oder du rufst an und wir lesen vor. Sind aufgeregt!

Sofort hab ich meine Eltern angerufen, die es dann ein bisschen spannend gemacht haben. Meine Mutter meinte, sie hätte etwas von Alaska Beach gelesen, wäre sich da aber nicht so sicher. Beach hörte sich schon mal gut an.
Je mehr sie vorlas, desto mehr freute ich mich, denn die Familie passt einfach perfekt zu mir und ich hätte mir nicht träumen lassen, so viel Glück zu haben.
Ich komme nach Virginia Beach, der größten Stadt Virginias an der Ostküste der USA am Atlantik. Die Stadt liegt ungefähr auf dem gleichen Breitengrad wie Lissabon.
Ich habe einen Gastbruder, der einen Monat älter ist als ich und eine 13-jährige Gastschwester. Mit ihnen und meinen Gasteltern wohne ich in einem Einfamilienhaus und habe mein eigenes Zimmer. Außerdem hat die Familie einen kleinen Hund.

Ich konnte mein Glück gar nicht fassen und bin dann sofort nach draußen gerannt und hab alle zusammengerufen, um ihnen davon zu erzählen. Am Wochenende habe ich dann Kontakt zu ihnen aufgenommen und schon einmal mit ihnen geskyped. Sie sind so nett und haben die gleichen Interessen wie ich, sie machen viel Musik und Sport.

Auf meine Schule gehen etwas über 2000 Schüler, von der 9. bis zur 12. Klasse, die Sportangebote sind sehr vielfältig und ich werde dann mit dem Schulbus dorthin fahren.
 
Auf der Seite Virginia auf meinem Blog könnt ihr mehr über meinen Staat und meine Stadt erfahren.

Dienstag, 26. April 2016

Abschiedsbuch

Am Wochenende habe ich mein Abschiedsbuch gestaltet. Das ist ein Buch, in das meine Freunde etwas hineinschreiben können, was ich mir erst im Flieger durchlesen werde. Nicht alle Austauschschüler machen das, aber ich fand die Idee ganz cool und hatte am Wochenende Zeit. Zuerst habe ich mir Fotos übers Reisen und übers Austauschjahr gedownloaded und dann auf Fotopapier ausdrucken lassen. Außerdem hab ich mir ein leeres Notizbuch im A4-Format gekauft. Mit Zeitungsschnipseln und Kleber hab ich dann das Buch überklebt, weil ich die Farbe nicht möchte und den Zeitungslook ganz cool finde:



Nachdem ich die Collage außen gemacht habe, wollte ich noch einige Seiten innen gestaltet. Dazu hab ich mir ein paar weitere Bilder gedownloaded und auf normales Papier ausgedruckt. Die erste Seite hab ich recht schlicht gemacht, da kommen aber noch ein paar Fotos drauf:

Auf die nächste Seite habe ich eine Collage mit Zitaten zum Reisen und zum Auslandsjahr geklebt, da gibt es einige Bilder im Internet.

Die nächste Seite ist mir meiner Meinung nach am besten gelungen. Auf diesem Blogpost: http://jarvizz.tumblr.com/post/77836317495/jesse-pinkmanarchive-deactivate-the-beautiful habe ich 50 kleine Bilder von allen Staaten der USA gefunden, die dann ausgedruckt und nach Farben geordnet. Danach auf eine Seite aufkleben und hier das Ergebnis:
Danach habe ich eine kurze Anleitung geschrieben, damit meine Freunde wissen, was sie im Abschiedsbuch schreiben sollen und was das überhaupt ist.



 Anschließend noch eine Seite zu meinem Stipendium und eine Seite zu meiner Organisation:


Zum Schluss noch eine Seite mit meinen Kontaktdaten und eine Skypeliste, in die sie die Skypeadressen schreiben können:
Die restlichen Seiten habe ich freigelassen, damit meine Freunde dort ganz viel schreiben und kleben können. Ich gebe das Buch zunächst in der Schule, dann noch bei meinen anderen Freunden herum und hoffe, dass am Ende alle Seiten voll sind.


Sonntag, 17. April 2016

Bewerbungsgespräche

Bei fast jedem Auslandsjahr, egal ob selbstfinanziert oder nicht, hat man ein oder mehrere Bewerbungsgespräche zu durchlaufen. Doch viele machen sich vorher zu viel Gedaken darüber. Um zukünftigen Austauschschülern die Angst zu nehmen, werde ich hier ein paar Tips geben.

Ich selber hatte 2 Gruppengespräche, da ich mich in zwei Jahren für das PPP beworben hatte. Hierzu wird man zusammen mit 3-5 weiteren Teilnehmern eingeladen. Zunächst einmal sollte man pünktlich kommen. Wenn man dann beim Auswahlort ist, wird man meistens gleich von Mitarbeitern der Austauschorganisation empfangen. Es macht gleich einen guten Eindruck und hilft auch, die Aufregung zu nehmen, wenn man sich mit dem Mitarbeiter oder mit den schon Anwesenden Bewerbern unterhält. Die Mitarbeiter sind oft ehemalige Austauschschüler, die euch einiges über ihr Auslandsjahr berichten können.

Wenn alle da sind, bekommt die Gruppe etwas Zeit, um zu ein bestimmtes Thema vorzubereiten, dass sie dann vor den Mitarbeitern vorstellen. Das kann ein politisches aber auch ein soziales Thema sein. Zeigt beim erarbeiten Engagement, drängt euch aber bei der Vorstellung nicht zu sehr in den Vordergrund.

Anschließend stellt ein Mitarbeiter mehrere Situationen vor, die einen im Auslandsjahr erwarten könnten, daraufhin soll die Gruppe diskutieren, wie sie damit umgehen würde. Es ist nicht immer ratsam, gleich als Erster anzufangen, es ist auch nicht unbedingt wichtig, einer Meinung mit den anderen zu sein. Bei dem Gruppengespräch kommt es eher darauf an, mit den anderen zu agieren, kritische Beiträge zu geben und auf die anderen einzugehen.

Auch auf die Körpersprache sollte man achten, setzt euch bequem hin, aber nicht abweisend oder gelangweilt.

Nach dem Gruppengespräch werden die Bewerber einzeln interviewt, hier geht es um den Entwicklungsbericht und das politische Interesse. Es werden nicht zwingend Fakten abgefragt. Es ist auch nicht schlimm, wenn ihr aufgeregt seid, die Mitarbeiter können das gut nachvollziehen, schließlich haben sie selber schon einmal solch ein Gespräch machen müssen.

Versucht euch nicht zu verstellen, seid einfach authentisch und ihr selbst. Denkt daran, dass ihr eigentlich nur etwas zu gewinnen habt!

Ich hoffe, den zukünftigen Austauschschüler hat dieser Post geholfen, ich wünsche euch viel Glück bei den Gesprächen! :)

Samstag, 16. April 2016

Bewerbungsablauf

Um ein Auslandsjahr zu bekommen, muss man meistens eine Bewerbung hinter sich bringen, außer man organisiert alles privat. Wie sich der Bewerbungsablauf bei YFU und im Besonderen beim PPP-Stipendium gestaltet, habe ich hier zusammengefasst:

Von Mai bis September ist der Bewerbungszeitraum, in dem man sich unverbindlich bei der jeweils zuständigen Organisation anmeldet. Ich habe das erst im September gemacht, doch würde jedem empfehlen sich schon früher darum zu kümmern. Entweder man schickt eine grüne Bewerbungskarte an die jeweilige Organisation oder man füllt ein Online-Formular aus. Bis zur Deadline sollte dies spätestens bei der Organisation eingetroffen sein. Hier werden nur Basisinformationen wie Name, Alter etc. gefragt, also nichts Entscheidungswichtiges.

Kurz darauf werden einem die Bewerbungsunterlagen zugeschickt, man erhält einen Online-Zugangscode und muss dann recht schnell alles ausfüllen und abschicken. Bei mir lief die Bewerbung eigentlich nur online ab.

Das Wichtigste der Bewerbung ist der Entwicklungsbericht, ein 2-3 Seiten langer Text, in dem man sich selbst vorstellt, seine Motivationen nennt und sich möglichst positiv darstellen sollte. Hier sollte man auch auf soziales Engagement oder politisches Interesse eingehen, schließlich ist das PPP ein Stipendium vom Bundestag.

Danach bekommt man, wenn die Bewerbung überzeugt hat, eine Einladung zum Gruppengespräch in der Nähe. Dieses fand bei mir im November statt. In meinem nächsten Post werde ich genauer darüber berichten. Nach dem Gruppengespräch folgt noch ein Einzelgespräch, wo über die Bewerbung geredet wird, danach folgt das ewige Warten.

Im Dezember bekam ich einen Brief, in dem stand, dass ich in die engere Auswahl gekommen bin und kurz darauf folgte eine Einladung der zuständigen Bundestagsabgeordneten, die mich zu einem Gespräch einlud. Dies ist nicht zwingend nötig, einige Abgeordnete rufen nur bei dem Stipendiaten an, doch bei mir wollte die Abgeordnete sich selbst ein Bild von den vorausgewählten Bewerbern machen.

Über das Gespräch werde ich ebenfalls noch schreiben. Gleich an dem Tag würde ich als Stipendiat nominiert und bekam einige Tage später die Bestätigung der Organisation, sowie den Zugang zu den Platzierungsunterlagen, mithilfe derer eine passende Gastfamilie für mich gesucht werden kann.

Samstag, 26. März 2016

Organisation & Stipendium

Wie ich schon gesagt habe, habe ich ein Stipendium für das Auslandsjahr bekommen. Das Parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP) ist ein Vollstipendium, welches es seit 1983 gibt und jedes Jahr 285 Schülern und 75  jungen Berufstätigen die Möglichkeit gibt, in die USA zu fliegen.
Gleichzeitig nimmt Deutschland ebenfalls Gastschüler aus den USA auf, das Programm für diese Stipendiaten heißt Congress-Bundestag Youth Exchange (CBYX)

Quelle


Das Stipendium umfasst alle Prgrammkosten, wie die Vorbereitungsseminare und den Flug, sowie die Versicherungskosten. 
Pro Wahlkreis wird ein Stipendiat von einem Bundestagsabgeordneten ausgewählt, die dann in dem Jahr die Patenschaft für den Austauschschüler übernehmen. Es gibt 5 Austauschorganisationen, die das PPP organisieren, welche für die bestimmten Wahlkreise zuständig sind erfährt man auf der Internetseite des Deutschen Bundestages. 


Für meinen Wahlkreis ist Youth for Understanding (YFU) zuständig, ein Netzwerk von über 50 gemeinnützigen Austauschorganisationen weltweit. Die Programme basieren hauptsächlich auf der Arbeit von Ehrenamtlichen. 
YFU bietet Austauschprogramme in viele Länder auf der ganzen Welt an. 


Ich hatte in der Schule von einem ehemaligen PPP-Stipendiaten von dem Programm erfahren und hatte mich für ein Auslandsjahr 2015/16 beworben, was ich jedoch nicht bekommen habe. Dieses
Jahr wollte ich es noch einmal versuchen und es hat sich ausgezahlt, sich nochmal zu bewerben.